Kinderhospiz Schweiz machen mit @home und Heidi gemeinsame Sache

Mit Hammer und Nagel für den guten Zweck

Für den guten Zweck werden im Fashion Outlet in Landquart Bücher an Hauswände genagelt. Wer will, kann seine eigenen Kinderbücher mitbringen.

Südostschweiz
Montag, 30. September 2019, 17:28 Uhr
Die ersten Kinderbücher hängen bereits.
KATHARINA BALZER

Martin Luther nagelte seine Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Auch in Landquart wird Papier an die Wand genagelt, wenn auch mit einem anderen, nicht minder hehren Ziel. Die Bündner Künstlerin Piroska Szönye sammelt mit ihrem Kunstprojekt Geld für die Stiftung Kinderhospiz Schweiz. Interessierte Besucherinnern und Besucher können direkt am Kunstobjekt spenden und finden dort auch weitere Informationen zu Spendemöglichkeiten. Im Interview mit Radio Südostschweiz erklärt sie, was es damit auf sich hat.

Warum nageln Sie im Outlet in Landquart Bücher an die Wände eines Holzhäuschens?

Es sind Kinderbücher. Wir haben doch früher alle unsere Kinderbücher mit ins Bett genommen und sie dort gelesen und wir erinnern uns auch als Erwachsene noch an unsere Kinderbücher. So ist das Projekt spannend für Jung und Alt.

Dass es Kinderbücher sind hat noch einen weiteren Grund. Sie Sammeln mit dem Kunstprojekt Geld für einen guten Zweck für die Stiftung Kinderhospiz.

Genau. Ich möchte mich für die Schwächsten einsetzen und möglichst etwas Himmel auf Erden schaffen. Die Stiftung setzt sich ein für lebenslimitierend erkrankte Kinder und Jugendliche in der Schweiz.

Wie können die Leute mitmachen?

In dem sie mir ihre Kinderbücher hierherbringen. Ich werde die dann ans Häuschen nageln und so werden alle Teil des Projekts.

Das Umärmelhörnchen. Das ist ein Eichhörnchen, das gerne umarmt. Es heisst Bruno und ist vom Baeschlin Verlag 

Wie reagieren die Kinder auf Ihre Installation?

Die kleben regelrecht an den Wänden des Häuschens und stöbern durch die Bücher. Die Eltern bleiben stehen und erkennen die Kinderbücher, die sie selbst gelesen haben, als sie noch klein waren.

Dass Sie sich für die Stiftung Kinderhospiz einsetzen ist kein Zufall.

Ich war als kleines Kind lange im Spital und man wusste nicht, ob ich überleben würde. Mich hat das sehr geprägt. Ich erinnere mich noch, dass ich so sehr nach Hause wollte. Daher heisst das Projekt auch «@home». Alle Kinder gehen irgendwann einmal irgendwie nach Hause.

Was passiert am Schluss mit dem Haus und den Büchern?

Daraus werden immer wieder neue Kunstprojekte entstehen. Es wird alles weiter verkunstet. Ich freue mich auch sehr darauf zu sehen, was Wind und Wetter aus dem Haus machen werden.

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